Heute hatten wir charmanten Besuch: Zoi’s Beau Tristen, ein junger Rüde von Julia und Mario Fogel, machte Station bei Rasswet’s Barsois/ Marion Wille. Mit seinen anderthalb Jahren ist er voller Elan, jugendlicher Neugier – und offenbar auch romantischer Vorstellungen.
Denn kaum stand er vor unserer „Grande Dame“ Stepun’s Gwinja, da begann er sie regelrecht anzuhimmeln. Er wich ihr nicht von der Seite, suchte ihren Blick, folgte ihr mit respektvoller Begeisterung. Man konnte fast meinen, er sei ein verliebter Page am Hofe einer Königin.
Gwini indes – inzwischen stolze neun Jahre alt und mit der Ruhe einer älteren Dame gesegnet – zeigte sich unbeeindruckt. Statt das Werben zu genießen, zeigte sie ihm die kalte Schulter. Ein kurzer Blick, ein leichtes Abwenden, und schon war für sie die Sache erledigt. Ganz nach dem Motto: „Junge, ich habe schon ganz andere erlebt.“

So prallte jugendliche Bewunderung auf souveräne Gelassenheit. Für uns Zuschauer bot sich dabei ein heiteres Schauspiel: Der eine voller Aufregung und schwärmerischer Hingabe, die andere in erhabener Nonchalance.
Am Ende blieb Beau Tristen dennoch glücklich – denn wen er einmal in sein Herz geschlossen hat, den gibt er nicht so leicht wieder frei. Und Gwinija? Sie genoss ihren Nachmittag, als wäre nichts gewesen.

